Podcast starten: Die 10 wichtigsten Fragen vor der ersten Episode
- Christoph Soltmannowski

- 7. Apr.
- 1 Min. Lesezeit
Der Entschluss steht: Wir machen einen Podcast. Was jetzt? Die ersten Schritte entscheiden oft darüber, ob ein Podcast drei Monate oder drei Jahre läuft. Diese zehn Fragen helfen Ihnen, das Fundament richtig zu legen – bevor das erste Mikrofon eingeschaltet wird.
1. Für wen machen wir diesen Podcast?
Ein Podcast für alle ist ein Podcast für niemanden. Die schärfste Entscheidung am Anfang: Eine konkrete Zielgruppe definieren. Nicht «KMU-Inhaber in der Schweiz». Sondern: «Geschichtsführende Unternehmerinnen in der Deutschschweiz, 40–60, mit Wachstumsambitionen.» Je konkreter die Zielgruppe, desto klarer der Content.
2. Was soll der Podcast leisten?
Reichweite, Thought Leadership, Employer Branding, Kundengewinnung oder interne Kommunikation? Das Ziel bestimmt Format, Frequenz und Tonalitat. Ein Podcast ohne klares Ziel tendiert dazu, alles zu wollen – und nichts zu erreichen.
3. Welches Format passt zu uns?
Interview, Solo, Roundtable, Storytelling – jedes Format hat seine Logik. Interview-Podcasts skalieren gut (neue Gäste bringen neue Perspektiven), erfordern aber Moderationskompetenz. Solo-Formate positionieren stark, brauchen aber eine klare inhaltliche Stimme. Die Wahl des Formats ist die Wahl des Verhältnisses zur eigenen Zielgruppe.
4. Wie oft erscheint der Podcast?
Die goldene Regel: Lieber weniger, dafür konsequent. Zwei Episoden pro Monat, zuverlässig über zwei Jahre, sind wertvoller als tägliche Episoden für sechs Wochen. Frequenz schafft Erwartung. Erwartung schafft Treue.
5.–10. Produktion, Distribution und Verwertung
Wer produziert? Wo wird veröffentlicht? Wie werden die Episoden verwertet? Gibt es ein Budget? Wer moderiert? Wer sorgt für Kontinuität? Diese Fragen müssen vor der ersten Episode beantwortet sein – nicht danach. Podcasts, die nach drei Episoden einschlafen, scheitern fast immer an unbeantwortetenen Produktionsfragen, nicht am Inhalt.



Kommentare